Montag, 13. August 2007

Noch 2 Wochen

So, der verschobene Intensivkurs von Freitag gibt mir auch heute wieder Zeit fuers Internet (da ich nach dem Intensivkurs grundsaetzlich nichts mehr mache, da dann immer scho 17.00 Uhr ist und normalerweise gibts gegen 19.00 Abendessen bei mir zu Hause).

War gerade ein sehr spannender Intensivkurs, wir durften Lehrerin Nina ueber ihr Leben in der Sowjetunion ausfragen. War total interessant. Natuerlich war ich die einzige die Fragen vorbereitet hatte, aber was soll's. Ich fand, die Gelegenheit muss man packen. Sehr interessant fand ich, dass sie, als die Revolution begann, am 22 August (glaube ich) 1991, erst mal im Radio und Fernsehen gar nichts gebracht haben. Und dann auf allen Kanaelen das Schwanensee-Ballett. Und den Leuten war es total unheimlich, da sie keine Ahnung hatten was abgeht, warum auf allen Kanaelen ploetzlich Schwanensee laeuft. Und in der Zeit haben sie dann in Moskau die Panzer aufgefahren. Darum wird es den Russen heute immer noch unheimlich zumute wenn sie Schwanensee hoeren.

Phoebe, unsere Schottin vom Zimmer nebenan ist heute nach Hause geflogen. Unglaublich, das Maedchen. 18 Jahre alt und war die letzten 3 Wochen wohl nie vor 3.00 Uhr morgens zu Hause... die letzten 3 Naechte gar nicht. Aber sie war total ok, werde sie schon ein wenig vermissen :-) Musste sie schliesslich jeden Morgen mit Gewalt aus dem Bett holen :-)

Kaltes Wasser haben wir auch wieder. Am Freitag, als ich nach Hause kam lief es wieder. War alles nur ein grosses Missverstaendnis und tut den Verantwortlichen furchtbar leid. Dafuer brauchten sie 4 Tage (und hundert Telefone von Elena und ihren Nachbarn), um rauszufinden, dass alles ein Missverstaendnis war. Naja.

Am Samstag war ich mit der Schule auf einem Ausflug nach Shisselburg, das ist eine Festung im Ladogasee, hat waehrend der Belagerung die Strasse des Lebens beschuetzt (wer sich auskennt) und war politisches Gefaengnis. Ganz interessant. Aber in 1-2 Stunden hat mans gesehen.

Danach nach Hause gestresst, kurz geduscht (wir haben ja immer noch 30 Grad und kein Woelkchen am Himmel) und Sonya im Jazz-Club getroffen. Das war ganz gemuetlich, Live Jazzband, Cocktails, Glace, hatte Stil. Es waren noch drei Freunde von ihr dabei. Danach haben sie mich alle nach Hause gebracht und ich habe sie noch zum Tee eingeladen. Da sind dann endlich die Freunde von ihr aufgetaut und wir hatten einen lustigen russischen Abend.

Gesten Sonntag dann bin ich auf die Wasiliinsel gefahren und habe mir ein U-Boot aus den 30er-Jahren angesehen (das hat auch 5 Deutsche Schiffe versenkt) und dann den ganzen Weg am Hafen entlang nach Hause gelaufen. War ziemlich weit aber interessant genug. Da lagen noch 2 andere U-Boote vor Anker, eins in Reparatur und eins aus dem sie ein weiteres Museum machen wollen, ein Eisbrecher und jenste Frachtschiffe. War aber sehrsehrsehr weit. Ich wollte mir nachher noch einen Palast ansehen, aber ich war schon genug gelaufen.

Morgen versuche ichs mit dem Geologischen Museum, da soll es eine Landkarte von Russland aus Rubinen und sonstigen Edelsteinen haben und auch sonst so einiges zum Stauenen. Mittwoch ist wieder Intensiv, Donnerstag muss ich noch das Pflichtprogramm erfuellen um das ich mich bisher immer gedrueckt habe (russisches Museum) dann am Freitag nochmal Intensiv, da ist aber nachher noch eine Kirche geplant (wobei die ja eh alle eingeruestet sind, aber ich hoffe das Beste).
Samstag will ich einen Tag in der Kunstkamera bei den Sammlungen ueber die verschienen Eingeborenenvoelker verbringen. Die ist so toll. Vor ein paar Jahren, als ich noch so verrueckt nach Indianern war, waehre ich da im Paradies gewesen (wobei ich's da auch jetzt noch bin), Schaukasten mit Ausstellungen ueber alle moeglichen Indianerstaemme! Und nicht nur Indianer, Inuit, alle moeglichen afrikanischen, japanischen, chinesischen, indischen, malaysischen, etc, etc Ureinwohnervoelker... und davon haben sie Puppen mit der entsprechenden Koerperbemalung, Kleidung, deren Werkzeuge, Waffen, Spielzeuge, Modelle ihrer Huetten, etc, etc. Wirklich grossartig. Eigentlich ist die Kunstkamera nur bekannt fuer die Sammlung von Peter dem Grossen von eingelegten, 300-jaehrigen, deformierten Babies (die wirklich ganzganz fuerchterlich makaber ist), dabei ist der Rest mit den Ureinwohnervoelkern so viel interssanter!
Am Sonntag werde ich mir noch das Navy-Museum ansehen, ein paar schoene Schiffe und nochmal ein U-Boot soll es da haben.

Naechste Woche mal sehen was mir noch ueber den Weg laeuft, aber vermutlich werde ich sie hauptsaechlich damit verbringen zu packen, noch ein paar Sachen einzukaufen und mir Geschenke fuer Lehrer und Gastfamilien auszudenken.

Na dann, macht's wieder gut, bis naechstes Mal!

Simone

1 Kommentar:

Marica hat gesagt…

Wow, das Program. Nöd schlächt. Du nützisch ja dini Zit no voll us.