Sonntag, 9. September 2007

Ekaterinburg

Die Kathedrale in Ekaterinburg steht an der Stelle an der der letzte Zar samt Familie exekutiert wurde.


Im Rossia




Der Rossia Moskau - Vladivostok. Das Abenteuer beginnt! Abfahrt in Moskau


Wo bleibt der Sicherheitsbeauftragte? Auch unter den Zügen hindurch wird gekrochen.




Die Basiliuskathedrale am Roten Platz



Schifffahrt am Moskauer Kreml vorbei.





Die Moskauer Universität. Sowjetnostalgie.





Im Roten Pfeil von St. Petersburg nach Moskau




Die mobile Raketenabschussrampe im Eisenbahnmuseum



Hallo zusammen!!!

Hier sind wir wieder einmal!!! Gluecklich in Ekaterinburg angekommen, trotz 4 Tagen Moskau ohne Registrierung... aber von Anfang an!!

Ja, Steffi, Benno ist angekommen, mit sage und schreibe 7 Stunden Verspaetung! Gab noch einige Schwierigkeiten, ihn nachts um 23:00 Uhr vom Flughafen abzuholen (keine Metro mehr, obs um diese Zeit Taxis hat war auch unsicher) aber schlussendlich haben wir auch das gemeistert (Taxi hin und Hoteltransfer zurueck. Statt 45 Rubel hat der Spass so 2400 Rubel gekostet... aber eigentlich war mir das egal, hauptsache das Chaos ist vorbei und wir sind gemuetlich im Hotel...

In St. Petersburg waren wir noch im Eisenbahnmuseum, was ganz interessant war, vor allem die mobile Kanone und noch viel beeindruckender: die mobile Raketenabschussrampe... die wurde sogar bis 1991 gebaut und zwar 12 Einheiten mit je 3 Raketen... frage mich, wo die anderen 11 sind...

Ein paar Stunden hat sogar Benno in der Ermitage (Winterpalast der Zaren und nach dem Louvre groesstes Museum von Europa) ausgehalten, und den letzten Tag verbrachten wir dann mehr oder weniger im English Pub, da es echt kalt war und regnete.

Dann mit dem Roten Pfeil nach Moskau. Recht beeindruckend. Viel Platz (einiges mehr als im CNL), Betten nebeneinander, Flachbildschirm... nur Lavabo fehlte. Fruehstueck war auch dabei. Man konnte waehlen zwischen Kotlett mit Pommes Frites, grillierten Fisch und Poulet... verstehe einer die Russen... das Getraenk durfte man ebenfalls waehlen... Mineral, Saft, Bier, Wodka oder Cognac... nochmal ganz langsam, damit es auch alle mitbekommen haben: zum FRUEH-STUECK!!!

In Moskau wurden wir in eine nicht ganz saubere Wohnung mit aber netter Gastmutter und herzigem Hund gesteckt. Eigentlich muss man sich wenn man mehr als 3 Tage an einem Ort ist registrieren lassen. Wir waren 4 Tage da. In Moskau heisst es, man soll sich immer sofort registrieren lassen, da die Miliz doch sehr auf Auslaendergeld aus ist. Wir habens draufankommen lassen. Hat zwar ein bisschen Nerven gekostet, da wirklich an jeder Ecke Milizionaere stehen, aber es ist aufgegangen.
Den ersten Tag machten wir eine Schifffahrt auf der Moskwa. Wunderschoen. Und das Wetter... nach 13 Grad in Petersburg hatten wir in Moskau schoenstes Sommerwetter, ueber 20 Grad. Wir konnten sogar Abends draussen zu Abend essen.
Am zweiten Tag waren Kreml und Roter Platz dran... wow. Total schoen. Leider verpassten wir das Lenin-Anschauen... das kann man nur bis 13.00 Uhr. Aber andernseits waere es also schon ein bisschen makaber gewesen. Dafuer waren wir in der Schatzkammer, und die war echt cool. Gold, Silber, Diamanten, Elfenbein... da waren die Throne der Zaren ausgestellt (einer vollstaendig aus Elfenbein, einer mit 800 Diamanten besetzt), die Kronen, die Kleider, die Kutschen und Geschenke aus dem Ausland. Das war schon groeber beeindruckend.
Am dritten Tag fuhren wir zur alten Zarenresidenz Kolomenskoje, die ist heute ein riesiger Park mit alten Kirchen und Holzhaeuschen, auch sehr schoen. Hat nur ein bisschen sehr viele Apfelbaeume dort, fuer meinen Geschmack...
Am letzten Tag haben wir uns dann nicht mehr ins Zentrum getraut, wegen der Miliz. Dafuer waren wir gemuetlich im Neujungfrauenkloster, das mehr wie ein Maerchenschloss aussieht als wie ein Kloster.

Und Abends gings dann weiter. 26 Stunden im Rossia nach Ekaterinburg. Wieder ein sehr schoener Zug, nur diesmal mit normalem Fernseher statt Flachbildschirm, den wir aber sowieso nicht zum laufen brachten. Zum Fruehstueck holten wir uns vom Samowar am Wagenende einen Krug heisses Wasser und so gab es Instant-Suppe und Tee. Beim naechsten Halt kauften wir von den Babushkas am Bahnhof Mandarinchen, Kohlpiroggen und einen echt tollen, honiggefuellten Lebkuchen und mit einer weiteren Kanne Tee war das ein wirklich gemuetliches Abendessen.
Eigentlich sollte der Zug nachts um 1:00 Lokalzeit (Moskau +2) in Ekaterinburg ankommen. Bis Perm waren wir auch auf die Minute puenktlich. In Ekaterinburg war es dann leider eine Stunde Verspaetung. Wir wurden trotzdem von unserem Transfer am Bahnhof erwartet... der uns tatsaechlich mit dem AUTO knapp 200m ueber den Bahnhofsplatz zum Hotel fuhr... wie krank ist das denn??? Und das schlimmste: wir haben den Transfer auch wieder fuer zurueck... wir waeren schneller zu Fuss...

Hier haben sie irgendwas falsch gemacht und meinten, ich sei ein Mann. Super. Darum haben sie unser Doppelzimmer auf ein Zweibett umgebucht. Machen die hier so. Gleichgeschlechtliche Bettteilung ist immer noch nicht gern gesehen. Das Hotel ist uralt im Sowjetstil mit langen Gaengen und auf jedem Stock sitzt eine Dame an der man nicht vorbeikommt, ohne seinen Schluessel abzugeben. Dafuer gibts dann zwei Gutscheinchen, gegen die man den Schluessel dann wieder bekommt... ist mir eigentlich auch ganz recht so, die Tuerschloesser lassen sich naemlich wohl leicht knacken und so besteht doch eine gewisse Sicherheit. Es kommt wirklich nur in den Gang, wer auch da ein Zimmer hat.

Heute haben wir mit Privatfuehrer einen Stadtrundgang durch Ekaterinburg gemacht. So viel zu sehen gabs nicht, das interessanteste (aber das wusste ich vorher) auf alle Faelle die Stelle, an der der letzte Zar mit Familie ermordet wurde. Da haben wir uns noch darueber unterhalten, dass die Russen frueher schon ein bisschen einen Knall hatten, ein Zar wird ermordet und sie stellen eine Kathedrale hin (Blutkathedrale wo Alexander II ermordet wurde, in Petersburg). War also nicht nur frueher so. Wo Nikolai II mit Familie ermordet wurde steht jetzt auch eine riesige Kathedrale. Die haben sie aber erst 2004 da hingestellt. Und die ganze Familie gleich mal noch heilig gesprochen. Warum verstehen auch die meisten Russen nicht.
Am Nachmittag fuhren wir dann zur Europa/Asien-Grenze hinaus, die nur etwa 17km vom Stadtzentrum entfernt liegt und machten, natuerlich, ein paar Fotos. Benno in Europa und ich in Asien :-)

Morgen gehts ins Uralgebirge zum Wandern und Abends, 21.00 Uhr Lokalzeit weiter, 36 Stunden nach Krasnojarsk. Ich hoffe, ich habe bald wieder Gelegenheit, mich zu melden, bis dann, machts gut!!

Ach ja... mein Natel will irgendwie nicht mehr. Tele2 scheint ausserhalb St. Petersburg nicht zu existieren. Ich habe aber immer noch Hoffnung, darum bleibt die Nummer vorlaeufig in Betrieb, SMS also bis auf Weiteres an Benno. Wenn ihr es an mich versucht und ich nicht antworte habe ich es nicht bekommen.

Tschuess zusammen!!

Kommentare:

hat gesagt…

Wow, also diese Schlafwagen-Abteile scheinen der erste Grund zu sein, nach Russland zu reisen...

...Glücklicherweise erwähnst du die Gegenargumente gleich darauf...


Gueti Reis!

Steffi hat gesagt…

Hei Simone

Das tönt alles wirklich total spannend! Beneide dich echt, ich stecke da mitten im Zügel Stress, unsere Wohnung ist ein einziges Mess und es will und will kein Ende nehmen. Wenn ich Michi nicht hätte würde ich echt die Krise bekommen! Zudem fängt nun bald mein Studium an, wir hatten am Montag Einführungstag und wurden mit Millionen von Infos überhäuft und Vorbereitungsaufträge für die nächste Woche und und und... ich arbeit zudem noch 100% diese Woche und das macht das ganze nicht gerade einfacher... Nichts desto trotz freue mich mich riesig sowohl auf meine Wohnung als auch aufs Studium.

So ich hoffe eure Reise verläuft weiterhin so reibungslos und ich freue mich schon bald weitere Erlebnisse zu lesen! Machts gut ihr Lieben!!

Marica hat gesagt…

hey ihr händs ja mega cool. Usert uf das Zmorge chönt ich glaub verzichte. Wieterhin viel spass.